Eine Zeit, um eingeschult zu werden,
und eine Zeit,
um die Grundschule zu verlassen...

 

Um die Zeit ging es im letzten Gottesdienst, den die Mädchen und Jungen der beiden 4. Klassen der St. Marien-Schule am 14. Juli gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und den beiden Schulseelsorgerinnen feierten.

Im Vorfeld hatten die Kinder sich mit dem Text aus dem biblischen Buch Kohelet beschäftigt, in welchem der Prophet verschiedene Lebens-Zeiten von Menschen beschreibt.

Für alles, was auf der Erde geschieht, gibt es eine Zeit, eine von Gott bestimmte Zeit:

Geboren werden und Sterben – hat seine Zeit
Einpflanzen, Säen und Ernten – hat seine Zeit
Niederreißen und Aufbauen – hat seine Zeit
Weinen und Lachen – hat seine Zeit
Sich umarmen und sich wieder Trennen – hat seine Zeit
Finden und Verlieren – hat seine Zeit
Schweigen und reden – hat seine Zeit
Lieben – hat seine Zeit
Hassen hat seine Zeit
Der Krieg und der Frieden – hat seine Zeit.

Für alles, was auf der Erde geschieht, gibt es eine Zeit, eine von Gott bestimmte Zeit.

Aus Kohelet Kapitel  3, Verse 1-8

 

Die Kinder hatten über solche gegensätzlichen Lebens-Zeiten nachgedacht und stellten eigene Beispiele pantomimisch dar. So zeigten sie beispielsweise, dass es eine Zeit zum Gefangen-Sein und eine Zeit zum Frei-Sein gibt, eine Zeit fürs Homeschooling und eine Zeit zum Präsenzunterricht, eine Zeit zum Hungern und eine Zeit zum Satt-Sein, eine Zeit zum Streiten und eine Zeit zum Versöhnen.

Auch das Beispiel des Eingeschult-Werdens und des Abschied Nehmens von der Grundschule wurde gezeigt und sofort erkannt. Anhand persönlicher Gegenstände, die für sie Begleiter durch die Grundschulzeit waren, dankten viele Mädchen und Jungen für Gutes und Bereicherndes der letzten vier Jahre.

Das Vertrauen, dass Gott jede unserer Lebens-Zeiten kennt und hält, bekamen die Kinder in einem Einzelsegen zugesprochen, bevor alle nun in Windeseile den großen Ferien und der neuen Lebens-Zeit der weiterführenden Schule entgegen gehen…

Ewiger Gott, du hältst meine Lebens-Zeit in deinen Händen. Egal, was kommt, ich bin bei dir geborgen.

nach Psalm 31, Vers 16